NEIN! zur 380 kV Hochspannungstrasse durch Thüringen

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NEIN! zur 380 kV Hochspannungstrasse durch Thüringen


FOTOMONTAGE - Schalkau 2015 ?

 

Worum geht es überhaupt?

Die Energieunternehmen planen seit vielen Jahren eine 380 kV Hochspannungsleitung von Halle/Saale über Erfurt und von Goldisthal nach Redwitz in Bayern zu der dort vorhandenen Leitung nach Schweinfurt. Von der 220 Kilometer langen Trasse fallen alleine 155 Kilometer auf Thüringen. Die Leitung wird vorraussichtlich entlang der sich bereits im Bau befindlichen ICE-Strecke gebaut, welche zum Teil auch Schalkau tangieren soll. Ein 380.000 Volt Umspannwerk wird vorr. in Schalkau/Almerswind vorgesehen. Bis heute ist kein eindeutiger Beweis für die Notwendigkeit dieser Leitung gebracht worden. Bis zum Sommer sollen alle Grundeigentümer ihre Zustimmung erteilen, danach die zuständigen Behörden. Deshalb: JETZT HANDELN !

Zwischen 70 und 80 Prozent der Einwohner Schalkaus wären von einer Hochspannungsleitung über den Galgenberg und die Schaumburg-Ruine betroffen.

Bedroht diese Leitung meine Gesundheit?

Das Leukämierisiko bei Kindern steigt z.B. laut Weltgesundheitsorganisation unter dem Einfluss eines magnetischen Felds, wie es bei der hier geplanten Leitung noch in einem Abstand von über 80 m auftreten kann. Das Risiko zu erkranken ist für Menschen, die in der Nähe von Hochspannungsleitungen leben oder arbeiten, größer als bei anderen. Erst kürzlich konnten Forscher der Universität Bristol eine stark erhöhte Schadstoffbelastung unter Hochspannungsleitungen nachweisen. Wetteränderungen, wie Regen oder Schnee, verstärkte diese Belastung sogar. Hinzu kommt, dass der sich auf den Leitungen angesammelte Dreck durch die Spannung ionisiert. Diese Partikel ("Korona-Ionen") können bis zu 500 Meter weit getragen und durch Anwohner oder Wanderer eingeatmet werden. Das erhöhte Krebsrisiko ist daher nicht allein auf die Gebiete direkt unter den Hochspannungsleitungen beschränkt, sondern auch auf das Umland. Diese Partikel wurden verstärkt bei Leukämiekranken Kindern nachgewiesen, die in Nähe von Hochspannungsleitungen wohnten. Zirka 20 - 30 % aller Leukämiefälle gehen schätzungsweise auf das Konto von starkem Elektrosmog. [Quelle] Niemand garantiert, dass Gesundheitsschäden ausgeschlossen sind!

ZEITUNGSARTIKEL: "WIE LEBT ES SICH MIT 380 KILOVOLT"

Was bedeutet die Leitung für mich als Hausbesitzer?

Ob direkt betroffener Grundbesitzer oder "nur" in Sichtweite der ca. 85 Meter hohen Masten: Abgesehen von Sorgen um die Gesundheit von Mensch und Tier, von Landschaftsverschandelung und anderen ökologischen Problemen: Der Wert jedes Hauses und jedes Grundes in der Nähe dieser Leitung fällt bis hin zur Unverkäuflichkeit. Makler und Beobachter des Immobilienmarktes bestätigen dies.

Was geschieht in Waldgebieten und in der Nähe davon?

Eine bis zu 115 Meter breite Schneise müsste für die Leitungstrasse in den Wald geschnitten werden. Windbrüche im angrenzenden Wald sind erfahrungsgemäß in unserem Gebiet die Folge. Borkenkäfer-Plagen in der Folge werden nicht entschädigt. Für Zusammenhänge zwischen Sturmschäden an Häusern und dem geringeren Windschutz werden die Energieunternehmer kaum je haftbar gemacht werden können.

Brauchen wir nicht alle den Strom?

Wir haben Strom genug. Und es gibt noch viele ungenutzte Möglichkeiten, Strom zu sparen und regional aus alternativen Energieträgern Strom zu produzieren. Das verantwortliche Energieunternehmen konnte bis heute keinen konkreten Bedarf dieser Trasse nachweisen. Auch sind bis heute keine Informationen verfügbar, wieso diese Trasse nicht unterirdisch per Erdkabel gebaut werden kann. Thüringen selbst hat von dieser Trasse nichts - außer einer Durchleitung, jede Menge zerstörten Wald und eine vorr. erhöhte Sterblichkeitsrate.

Haben wir Bürger überhaupt Chancen?

Ja, es müssen sich nur die meisten betroffenen Grundeigentümer weigern, ihren Grund zur Verfügung zu stellen.

Was kann oder soll ich als direkt Betroffener tun?

Direkt betroffen sind Grundstücke, die für einen Mast beansprucht oder von den Drähten überspannt werden. Bei diesen Eigentümern meldet sich das Energieunternehmen von allein. Wichtig: Nichts unterschreiben, wichtige Aussagen des Unternehmens aufschreiben, sofort Kontakt zu Nachbarn aufnehmen.

Was kann oder soll ich als indirekt Betroffener tun?

WIDERSPRUCH EINREICHEN! Informieren und Kontakt suchen. Stellung beziehen! Bewusstsein schaffen ! Leserbriefe schreiben bzw. Journalisten kontaktieren. Mit den Nachbarn zusammenhalten! Aufmerksamkeit schaffen!

Auch wenn wir nur begrenzte Möglichkeiten haben dagegen zu halten:

Was wollt ihr euren Kindern und Enkeln sagen, wenn sie euch fragen, was ihr damals dagegen getan habt ?

 

Fotos Ostermarsch

Hier gehts zu den Fotos vom Ostermarsch 25.04.2011:

https://www.facebook.com/schalkau